Wien (OTS) – „ Dass die Treibstoffpreise jetzt von der
Preiskommission geprüft
werden, ist richtig – entscheidend ist, dass diese Untersuchung
diesmal nicht wieder folgenlos bleibt “, betont Tobias Schweitzer, AK
Bereichsleiter Wirtschaft.
Die AK unterstützt den politischen Schritt, die Entwicklung der
Treibstoffpreise erneut durch die Preiskommission untersuchen zu
lassen. Ziel der Sonderprüfung muss es sein, offen zu legen, warum
sinkende Rohölpreise bislang nicht an die Endkund:innen weitergegeben
wurden, und konkrete Maßnahmen vorzuschlagen.
Entlastung der Konsument:innen dringend notwendig
„Es ist nicht akzeptabel, dass die Rohölpreise seit Monaten
sinken, die Preise an den Tankstellen aber nicht mitziehen“, so
Schweitzer. „Wenn Kosten sinken, müssen auch die Preise sinken –
alles andere ist den Konsument:innen nicht erklärbar.“
Während die Rohölpreise im Jahr 2025 kontinuierlich zurückgingen,
blieben die Treibstoffpreise an den Zapfsäulen weitgehend stabil.
Gleichzeitig stieg laut Q4 Trading Update der OMV die Raffiniermarge
innerhalb eines Jahres um rund 140 Prozent. Für die AK wirft diese
Entwicklung erhebliche Fragen zur Preisbildung auf.
„Schon 2022 wurde eine Untersuchung gegen die Stimme der AK
vorzeitig abgebrochen. Genau das darf sich jetzt nicht wiederholen“,
betont Schweitzer. „Die Sonderprüfung muss klare Ergebnisse liefern –
und Empfehlungen, die die Konsument:innen auch an der Zapfsäule
spüren.“