Wien (OTS) – Das AUVA-Traumazentrum Wien (TZW) setzt am Standort
Brigittenau neue
Maßstäbe in der unfallchirurgischen Versorgung. Mit rund 1.600
Eingriffen pro Jahr und einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von
unter fünf Stunden beweist das etablierte tageschirurgische Modell,
dass medizinische Exzellenz und Patient:innenkomfort Hand in Hand
gehen. Nun wurde das Leistungsspektrum bedeutend erweitert: Die
tagesklinische Implantation einer Hüftendoprothese.

Zwtl.: Hüftprothese ohne Übernachtung

Durch die hochspezialisierte Struktur im TZW Brigittenau können
Behandlungen, die früher mit einem mehrtägigen stationären Aufenthalt
verbunden waren, heute zunehmend auch tagesklinisch durchgeführt
werden. Die Implantation einer künstlichen Hüfte (Endoprothese)
erfolgt morgens, die Patientinnen und Patienten können – dank
minimalinvasiver OP-Techniken, schonender Anästhesie und einem
speziell angepassten Schmerztherapieschema – umgehend mobilisiert und
noch am selben Tag in ihr gewohntes häusliches Umfeld entlassen
werden.

„Die Ausweitung auf die Hüftendoprothetik unterstreicht das
enorme Potenzial dieses Versorgungsmodells“, erklärt Primarius Dr.
Thomas Beer, Ärztlicher Leiter des Standorts. „Tageschirurgie ist
Teamarbeit auf höchstem Niveau. Nur durch perfekt abgestimmte Abläufe
und das Engagement aller Berufsgruppen können wir unseren
Patientinnen und Patienten schnelle, sichere und moderne chirurgische
Versorgung bieten.“

Zwtl.: Patient:innensicherheit durch „Fast Track“-Prinzip

Das Erfolgsrezept der Tageschirurgie basiert auf straffen
Prozessen und hoher Routine. Das Spektrum reicht von klassischen
Arthroskopien an Knie, Schulter oder Sprunggelenk über die Versorgung
von Knochenbrüchen (z. B. Speiche, Außenknöchel) bis hin zu hand- und
fußchirurgischen Eingriffen wie Karpaltunnelspaltungen oder Vorfuß-
Korrekturen.

Das Prinzip „Morgens operiert, abends daheim“ bietet dabei
handfeste medizinische Vorteile. Durch den kurzen Aufenthalt von
durchschnittlich unter fünf Stunden sinkt das Risiko für nosokomiale
(im Krankenhaus erworbene) Infektionen signifikant. Zudem fördert die
schnelle Rückkehr in die vertraute Umgebung die psychische Erholung
und Genesung der Patientinnen und Patienten. Das Traumazentrum Wien
verfügt über jahrzehntelange unfallchirurgisch-orthopädische
Erfahrung – eine Grundvoraussetzung für die sichere Ausweitung des
Angebots.

Zwtl.: Vorreitermodell Brigittenau

Das Modell am Standort Brigittenau dient als Vorreiter: Die
Erfahrungen aus Wien sollen künftig genutzt werden, um tagesklinische
Strukturen auch an weiteren Standorten der AUVA in Österreich
auszubauen.

„Die Tageschirurgie am Standort Brigittenau des Traumazentrums
Wien ist ein Erfolgsmodell der modernen unfallchirurgisch-
orthopädischen Versorgung. 1.600 Eingriffe jährlich,
Aufenthaltszeiten unter fünf Stunden und die stetige Ausweitung des
Indikationsspektrums unterstreichen die hohe Qualität dieses
Angebots. Mit der geplanten Einführung tageschirurgischer
Endoprothetik setzt das Zentrum einen weiteren Schritt in Richtung
Zukunft“ , so Angela Hodits, Direktorin der AUVA-Landesstelle Wien.