Wien (OTS) – Derzeit werden zahlreiche Sparmaßnahmen in der Wiener
Soziallandschaft bekannt. Unter dem Motto „Stopp den Kürzungen im
Sozialbereich – Hier gibt es nichts mehr zu holen!“ machen
Angestellte in Wiener Sozialorganisationen auf die Gefahren von
Budgeteinsparungen aufmerksam.

Für das Jahr 2026 werden in Wien massive Budgetkürzungen im
Sozialbereich angekündigt. Betroffen sind alle Bereiche, besonders
hart soll es den Pflegebereich treffen. Bereits im letzten Jahr kam
es still und schleichend zu Einsparungen unter anderem durch
Stellenabbau und Angebotseinschränkungen. Jetzt werden fast täglich
neue Kürzungen und damit erhebliche Einschnitte in die
Soziallandschaft bekannt.

Magdalena Elsnegg, Betriebsrätin, Sozialarbeiterin und Aktivistin
der AG S.O.S., erzählt von den aktuellen Entwicklungen: „ Wir kommen
gar nicht mehr nach, den Überblick zu behalten ob der Summe an
Meldungen, die uns aus den unterschiedlichen Trägerorganisationen
erreichen. Von drohenden Kündigungen über das Wegfallen von diversen
Leistungen bis hin zur Schließung ganzer Angebote – wir erleben hier
einen Abbau im gesamten Sozialbereich. “

Es gibt keine Transparenz über geplante Maßnahmen, die
Ankündigungen über Einschränkungen kommen oft kurzfristig, Kolleg*
innen werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Entscheidungen
sind für viele nicht nachvollziehbar und kommen plötzlich, was
mitunter damit zu tun hat, dass der FSW als maßgeblicher Fördergeber
sich einer öffentlichen Verantwortungsübernahme entzieht.

„ Die Darstellung der Fördergeber und der Stadt Wien in der
Öffentlichkeit hat mit dem was wir in der täglichen Basisarbeit
erleben, nicht mehr viel zu tun. Während Vertreter*innen des FSW in
Interviews verkünden, dass in der WWH (Wiener Wohnungslosenhilfe)
keine Kürzungen geplant sind, wird in der gleichen Woche in
Einrichtungen der WWH bekannt gegeben, dass Stunden reduziert und
eventuell sogar ganze Stellen abgebaut werden müssen. Außerdem wird
hier ausgelassen, dass es in der WWH 2025 bereits zu zahlreichen
Kürzungen kam “, berichtet Magdalena Elsnegg weiter.

Die Einsparungen im Sozialbereich werden als notwendige und
unvermeidbare Maßnahmen dargestellt, ohne sich der Konsequenzen auch
nur annähernd bewusst zu sein. Magdalena Elsnegg weist hier auf die
Auswirkungen auf Angestellte und Nutzer*innen hin, die jetzt schon
erheblich sind: „ Mit den derzeitigen Ressourcen, die uns zur
Verfügung stehen, wird es zusehends schwieriger, die sozialen
Angebote in der Stadt aufrechtzuerhalten. Die Qualität in der
Betreuung und Begleitung nimmt ab und wir erleben teilweise eine
massive Arbeitszeitverdichtung, worunter sowohl Kolleg*innen als auch
unsere Klient*innen leiden. “

Um auf die Kürzungen mit Widerstand zu reagieren, organisieren
derzeit Basismitarbeitende und Betriebsrät*innen aus den
unterschiedlichen Trägerorganisationen gemeinsame Aktionen. Denn wird
in einem Bereich gekürzt, so hat das Auswirkungen auf alle anderen
auch.

So ruft die AG S.O.S. (Solidarität ohne Sparzwang) dazu auf, am
Dienstag, dem 18.11., um 9 Uhr vor das Rathaus zu kommen, um
anlässlich der Gemeinderatssitzung gegenüber den Verantwortlichen der
Stadtregierung ein klares Zeichen zu setzen.

Zwtl.: Details zur Kundgebung:

– Datum und Uhrzeit: Dienstag, 18.11. um 9 Uhr

– Ort: Rathaus, Lichtenfelsgasse 2-6, 1010 Wien

– Ausrichter*innen: AG S.O.S. – Solidarität ohne Sparzwang – Kolleg*
innen und Betriebsrät*innen des Wiener Sozialbereichs

Proteste gegen Kürzungen im Wiener Sozialbereich

Derzeit werden zahlreiche Sparmaßnahmen in der Wiener
Soziallandschaft bekannt. Unter dem Motto „Stopp den Kürzungen im
Sozialbereich – Hier gibt es nichts mehr zu holen!“ machen
Angestellte in Wiener Sozialorganisationen auf die Gefahren von
Budgeteinsparungen aufmerksam.

Eine Protestaktion der AG S.O.S. – Solidarität ohne Sparzwang –
Kolleg*innen und Betriebsrät*innen des Wiener Sozialbereichs

Datum: 18.11.2025, um 09:00 Uhr
Ort: Rathaus
Lichtenfelsgasse 2-6, 1010 Wien