Wien (OTS) – Der Rat für Forschung, Wissenschaft, Innovation und
Technologieentwicklung (FORWIT) zeigt sich erfreut über den Beschluss
des FTI-Pakts für die Jahre 2027 bis 2029. Dass es gelungen ist, die
Mittel für den FTI-Pakt doch noch zu erhöhen, sei angesichts der
budgetären Situation Österreichs besonders erfreulich, so FORWIT-
Vorsitzender Thomas Henzinger. „ Der Rat hat sich immer dafür
ausgesprochen, gerade in jenen Bereichen, die die Garanten für
Wohlstand, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit sind, nicht zu kürzen,
sondern klug und vorausschauend zu investieren. Wir begrüßen daher
ausdrücklich das von der Bundesregierung gezeigte Commitment zu
Forschung, Technologie und Innovation als zentrale Schlüssel für den
künftigen Erfolg unseres Landes. “
Der FORWIT mahnt aber auch immer wieder, die Schere zwischen
hohem Input und deutlich sinkendem Output wirksam zu adressieren.
Denn dass die Effizienz der eingesetzten Mittel kontinuierlich zurück
geht, zeigt nicht zuletzt die Effizienzanalyse im jährlich
erscheinenden FTI-Monitor des FORWIT. „ Wir erachten es als wichtiges
Signal, dass die Bundesregierung im neuen FTI-Pakt diese Problematik
explizit anspricht und den Trend sinkender Effizienz und Wirkung
umkehren will. Besonders betrifft das unter anderem die großen
Defizite im Transfer von Forschung in marktfähige, erfolgreiche
Produkte – und damit in Wertschöpfung “, erläutert die
stellvertretende Vorsitzende Sylvia Schwaag Serger.
Erst vor wenigen Wochen veröffentlichte der FORWIT eine Analyse,
in der Schwachstellen im Wissenstransfer des österreichischen FTI-
Systems identifiziert werden. „ Diese Defizite können angegangen
werden, indem man den FTI-Pakt nicht isoliert behandelt, sondern ihn
systemisch mit anderen Strategien und Maßnahmen sinnvoll und wirksam
verknüpft. Daher sehen wir es als positiven Impuls, dass der nächste
Pakt gemeinsam mit der Industriestrategie gedacht wird, um – nicht
zuletzt – diese Defizite zu verringern “, so Schwaag Serger.