Wien (OTS) – „Jetzt zeigt NEOS-Bildungsminister Wiederkehr sogar die
von ihm
selbst eingesetzte Expertengruppe die Rote Karte. Der Trümmerhaufen,
den er in der Bildungspolitik anrichtet, wird immer größer. Dieses
neue Debakel für den pinken Minister kann nur eine Konsequenz haben:
nämlich das sofortige Aus für seine bildungspolitische Geisterfahrt
bei den Lehrplänen!“, forderte heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg.
Hermann Brückl anlässlich des geschlossenen Rücktritts der vom
Bildungsministerium eingesetzten sechsköpfigen Lehrplangruppe für
Latein.
Brückl betonte, dass Kürzungen des Lateinunterrichts für neue
Fächer wie „Informatik und KI“ oder „Medien und Demokratie“ keinen
Mehrwert für die Schüler brächten, sondern das genaue Gegenteil
davon. „Das wäre ein massiver Rückschritt und ein Anschlag auf die
Bildungschancen unserer Jungen. Latein ist nämlich keine ‚tote
Sprache‘ und der Lateinunterricht daher kein aus der Zeit gefallenes
Unterrichtsfach, sondern er vermittelt unter anderem grundlegendes
Sprachverständnis, logisches und analytisches Denken sowie
Textverständnis. Wer diese intellektuellen Fähigkeiten der Schüler
nicht mehr fördern will, der kann ihnen auch keine Kompetenzen im
Umgang mit KI vermitteln, denn dafür sind sie die Basis!“, so Brückl,
für den Latein durch seine jahrtausendealte Geschichte als Kultur-,
Bildungs- und Wissenschaftssprache ein wichtiger Kulturträger ist.
Nicht umsonst seien Lateinkenntnisse auch für die Absolvierung
zahlreicher Studien, zum Beispiel der Rechtswissenschaften, der
Medizin, Pharmazie, Geschichte oder Philosophie, unerlässlich:
„Wiederkehrs Pläne würden daher den Schülern auch wichtiges Rüstzeug
für den Einstieg ins Studium nehmen. Er sollte daher die Finger vom
Lateinunterricht lassen und sich besser um die wahren Probleme in den
Klassenzimmern kümmern und das sind immer öfters mangelnde
Deutschkenntnisse, überbordende Bürokratie und ein über Jahre hinweg
aufgebauter Reformstau!“