Wien (OTS) – Neben der angekündigten drastischen Erhöhung der
Öffi-Jahreskarte und
dem Ende des 365-Eurotickets, bittet die Stadtregierung mit
Jahreswechsel auch ganz gezielt junge Öffi-Nutzer:innen unter 26
Jahren zur Kassa – davon sind unter anderem Student:innen besonders
betroffen. „Bislang musste man für zwei Semestertickets 150 Euro
bezahlen. Der neue Tarif von 300 Euro pro Jahr für Unter-26-Jährige
ist im Vergleich dazu eine enorme Erhöhung“, so Theo Löcker,
Jugendsprecher der Wiener Grünen. „Auch wenn man sich dazu noch zwei
Monatskarten für die Ferien gekauft hat, lag man mit 210 Euro noch
deutlich darunter“, rechnet Löcker vor. Studierende würden damit
künftig zwischen 42 und 100 Prozent mehr bezahlen, während das
reguläre Ticket um 26 Prozent erhöht wird. „Wenn es nach der rot-
pinken Stadtregierung geht, sollen junge Menschen, die in vielen
Fällen auf Öffis angewiesen sind, ihre Budgetlöcher stopfen“,
kritisiert Löcker.
U26-Ticket: Große Chance, schlechte Umsetzung
„Grundsätzlich freut es uns, dass die Stadtregierung endlich
unsere Idee für ein U26-Ticket aufgegriffen hat – aber doch bitte
nicht so. Es kann nicht sein, dass diese Neuerung für alle Menschen
unter 26 einen solchen Preishammer mit sich bringt“, hält Löcker fest
– der in diesem Zusammenhang Rot-Pink an die Kinder- und
Jugendstrategie der Stadt Wien erinnert. Darin sprechen sich die
befragten Kinder- und Jugendlichen für bessere Öffi-Tarife für junge
Menschen aus und fordern, dass Vergünstigungen für Schüler:innen auch
für Studierende gelten sollen. „Rot-Pink ignoriert damit einmal mehr
ganz bewusst die Wünsche von Kindern und Jugendlichen“, so Löcker und
weiter: „Vor der Wahl wurde noch versprochen, dass die Ticketpreise
gleichbleiben – aber schon vier Monate nach der Wahl wird das
Versprechen gebrochen.“
Grüne stellten U26-Ticket vor knapp zwei Jahren vor
Bereits im Oktober 2023 hatten die Wiener Grünen eine U26-
Jahreskarte für die Ostregion (Wien, NÖ, Burgenland) vorgeschlagen.
„Mit unserer U26-Jahreskarte um 158 Euro wollten wir den Einstieg in
die Öffis so einfach wie möglich machen. Jetzt nimmt Rot-Pink den
Jugendlichen diese Chance und verteuert Öffis stattdessen massiv“, so
Löcker und abschließend: „Wir werden nichts unversucht lassen, um die
Stadtregierung hier noch zum Umdenken zu bringen.“