St. Pölten (OTS) – „Wir brauchen eine sofortige Verschärfung des
Kartellrechts nach
deutschem Vorbild. Das ganze Land leidet unter dem Preisniveau von
Billa, Spar, Hofer und Co. und deren Großlieferanten. Umso mehr hoffe
ich auf Unterstützung von ÖVP und Neos für mehr Wettbewerb. Es wird
Zeit, dass Landeshauptfrau Mikl-Leitner mit Bundeskanzler Stocker
hier ein Machtwort spricht. Die Regierung muss sich klar an der Seite
der Kundinnen und Kunden positionieren. Sie haben ein Recht auf einem
Preiswettbewerb auf europäischem Niveau“, sagt Kontroll-Landesrat
Sven Hergovich und ergänzt:

„Mein Vorschlag ist es in Österreich das strengere deutsche
Kartellrecht zu übernehmen. Bei einer Marktkonzentration wie im
Lebensmittelhandel und bei Preisunterschieden von 13 Prozent zu
Deutschland gäbe es für die Lebensmittelhändler dann nur mehr zwei
Möglichkeiten: Entweder sie senken die Preise oder sie werden in
letzter Konsequenz entflochten. Statt einem Billa einem Hofer und
einem Spar, finden sich dann eben zwei Billas, zwei Hofers und zwei
Spars am Markt. Um einen gesunden und unabgesprochenen Wettbewerb zu
ermöglichen. Für die Kundinnen und Kunden wäre diese Form von 1+1
Gratis absolut vorteilhaft. Jetzt muss sich die ÖVP entscheiden, will
sie mehr Wettbewerb und damit mehr Marktwirtschaft, oder will sie
weiter dafür kämpfen, dass die Supermärkte auf Kosten der
Konsumentinnen und Konsumenten verdienen.“