St. Pölten (OTS) – Das Institute of Science and Technology Austria
(ISTA) in
Klosterneuburg hat vom kanadischen Unternehmer Garret Camp, ein
Mitbegründer der Fahrdienst-App Uber, eine Spende in Höhe von fünf
Millionen Euro erhalten. Mit diesen Mitteln soll KI als
vertrauenswürdige, menschenzentrierte Technologie zum Wohle der
Gesellschaft weiter erforscht werden. Landeshauptfrau Johanna Mikl-
Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gratulieren: „Das ist
ein großartiger Erfolg für das ISTA. Die Spende des Uber-
Mitbegründers Garrett Camp unterstreicht das Potenzial des
Wissenschaftslandes Niederösterreich und zeigt, dass wir auf dem
richtigen Weg sind.“
Uber-Mitbegründer Camp besuchte vor wenigen Tagen den ISTA-
Campus, um die Spendenvereinbarung mit ISTA Präsident Martin Hetzer
und Managing Director Georg Schneider zu unterzeichnen. Es handelt
sich dabei um die erste Spende des kanadischen Unternehmers an ein
europäisches Institut. Mit der Spende „kann das ISTA seine
Grundlagenforschung im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter
ausbauen“, so Hetzer, der in diesem Zusammenhang auf die Stärken des
ISTA in den Bereichen Computerwissenschaften, Mathematik und
Naturwissenschaften verweist. Camp wiederum bezeichnet die
Unterstützung des ISTA als „eine Investition in eine Gemeinschaft,
die brillante Köpfe aus der ganzen Welt zusammenbringt, um
vertrauenswürdige KI im Sinne der Menschheit weiter voranzutreiben
und dafür zu sorgen, dass Innovationen wachsen, dies aber gemeinsam
mit Integrität, Transparenz und Respekt für menschliche Werte“.
Für Landeshauptfrau Mikl-Leitner ist die Spende des Uber-
Mitbegründers „ein weiterer Beweis dafür, dass die exzellente Arbeit
der Forscherinnen und Forscher am ISTA weltweite Anerkennung
erfährt“. Niederösterreich habe sich von einem weißen Fleck auf der
Wissenschaftslandkarte „zum Hotspot von Wissenschaft, Forschung und
Innovation“ entwickelt, so die Landeshauptfrau. Mit der „Mission
Nobelpreis“ wolle man weiter konsequent in Forschung und Wissenschaft
investieren: „Nicht, um irgendwann eine Medaille ins Regal stellen zu
können, sondern um die besten Rahmenbedingungen für die besten Köpfe
zu schaffen“. Denn „nur dort, wo Wissenschaft und Forschung sind,
siedeln sich moderne Betriebe an und entstehen die Arbeitsplätze der
Zukunft“, zeigt sie sich überzeugt.
Der auch für die Wissenschaft in Niederösterreich zuständige LH-
Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Investitionen in
Wissenschaft und Forschung sind ein Weg um Niederösterreich wieder an
die Spitze zu bringen. Die großzügige Spende hilft dabei und wird vor
allem helfen, Künstliche Intelligenz zum Wohl der Gesellschaft
einzusetzen. Das passt gut zu unserem Schwerpunkt, den ich in diesem
Bereich in der niederösterreichischen Wissenschaft bereits gesetzt
habe und in den wir sechs Millionen Euro investiert haben. Denn wir
dürfen KI nicht nur den USA und China überlassen, sondern brauchen
selbst Themenführerschaft, für die Sicherheit, für Innovation und als
Hilfe, nicht Hürde!“
Das ISTA in Klosterneuburg wurde 2009 eröffnet und hat sich zum
Anziehungspunkt für Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus der
ganzen Welt entwickelt. Im Zentrum stehen die Grundlagenforschung
sowie das Bestreben, wissenschaftliche Erkenntnisse durch
technologischen Transfer und Wissensvermittlung in die Gesellschaft
zu tragen. Aktuell hat das Institut rund 90 Forschungsgruppen und
1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bis 2036 soll es auf 150
Gruppen und 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwachsen. Dazu
läuft seit 1. Jänner die dritte Ausbaustufe (2026-2036), heuer
erfolgt ein weiterer Ausbauschritt mit dem Baustart für das siebte
Laborgebäude. „Lab7“ wird Platz für rund 30 Forschungsgruppen sowie
weitere gemeinsam genutzte Labore bieten.