St. Pölten (OTS) – „Bei der medizinischen Behandlung von Patientinnen
und Patienten darf
der Meldezettel keine Rolle spielen. Unsere Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner hat klar gemacht, womit man rechnen muss, wenn unsere
niederösterreichischen Landsleute benachteiligt werden. Die Klage für
einen niederösterreichischen Patienten aus dem Bezirk Mistelbach
zeigt deutlich, dass wir uns so etwas nicht gefallen lassen.
Monatelang hat sich der Weinviertler auf einen fix vereinbarten OP-
Termin in Wien vorbereitet, und dann wurde er wegen der neuen Wiener
Gangart kurzfristig abgesagt. Nur, weil er Niederösterreicher ist.
Ausländische Staatsbürger mit Wiener Hauptwohnsitz, die mitunter nie
ins System eingezahlt haben, werden in Wiener Spitälern aber
behandelt. Das ist verrückt“, so Klubobmann Kurt Hackl zur aktuellen
Debatte über die sogenannten Gastpatienten.
„Der neue Vorschlag aus Wien, Gesundheitsregionen einzuführen,
sorgt auch für Stirnrunzeln – denn die gibt es bereits: Im
Österreichischen Strukturplan Gesundheit (OSG) wird in 4
Gesundheitsregionen gedacht. Auf dessen Basis setzt der Regionale
Strukturplan Gesundheit (RSG) pro Bundesland auf. Der Vorschlag aus
Wien macht nichts besser – er würde womöglich neue Grenzen ziehen und
Bundesländer zerschneiden. Wir halten an unserer Klage fest“, so
Klubobmann Hackl.