Wien (OTS) – Zwischen 3. und 4. März fanden aufgrund der stockenden
Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 90.000 Beschäftigten der
IT erstmals Warnstreiks in der Branche statt. In vielen
Großunternehmen, aber auch in zahlreichen Klein- und Mittelbetrieben
wurde die Arbeit für einige Stunden niedergelegt, um die Forderung
der Beschäftigten nach einem vertretbaren Angebot seitens der
Arbeitgeber Nachdruck zu verleihen.
„Die Warnstreiks waren ein deutliches Signal: Die Beschäftigten
der IT-Branche sind bereit, für eine faire Anerkennung ihrer Arbeit
zu kämpfen. Den Arbeitgebern muss bewusst werden, dass sie anstelle
von Konfliktorientierung endlich Verhandlungsbereitschaft zeigen
müssen, damit eine vertretbare Lösung am Verhandlungstisch möglich
wird“, betont Sandra Steiner, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft
GPA in Bezug auf die nächste Verhandlungsrunde.
Sollte es auch am 10. März zu keiner Einigung kommen, sieht
Steiner einen massiven Imageschaden für die Branche. „Die IT-Branche
hat sich bisher immer als moderner Zukunftsmotor präsentieren. Doch
diese Auseinandersetzung sorgt seitens der Arbeitgeber für Signale,
die wenig Attraktivität vermitteln. Planbarkeit und Stabilität für
alle Beteiligten sind das Gebot der Stunde“, appelliert Steiner.
Die Gewerkschaft GPA dankt allen Betriebsrät:innen und
Beschäftigten für die disziplinierte Durchführung der Warnstreiks.
„Die gute Beteiligung zeigt, dass die Kolleginnen und Kollegen hinter
unseren Forderungen stehen. Das muss sich endlich auch in einem
vertretbaren Abschluss widerspiegeln“, betont die Gewerkschafterin
abschließend.