Wien (OTS) – „Der NS-Skandal rund um den Ex-Büroleiter von
Nationalratspräsident
Rosenkranz darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. An dieser Stelle
kann man nicht genug betonen, dass sich Rosenkranz bis zum letzten
möglichen Moment schützend vor seinen Ex-Büroleiter Schimanek
gestellt hat. Erst massiver öffentlicher Druck hat bei dem
Nationalratspräsidenten die Erkenntnis reifen lassen, dass Schimanek
nicht mehr zu halten ist. Mittlerweile wurden medial weitere Details
über das NS-Sammelsurium an Schimaneks früherer Hauptwohnsitzadresse
bekannt: Darunter befinden sich laut Informationen des ‚Standard‘
beispielsweise eine Hitler-Büste oder auch Züge mit Aufschriften wie
‚Auschwitz-Birkenau-Express‘ oder ‚Weltweit über 6 Millionen
zufriedene Kunden‘. Wer derartige Gegenstände an der
Hauptwohnsitzadresse liegen hat, hat jedes Gespür für Anstand
verloren“, reagiert der Generalsekretär der Volkspartei, Nico
Marchetti, auf die Medienberichte rund um den Ex-Büroleiter des
Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz.
„Rosenkranz ist sich der Dimension des zweithöchsten Amtes im
Land offensichtlich nicht bewusst. Als Nationalratspräsident hätte er
keinen Mitarbeiter dulden dürfen, der auch nur den Hauch einer Nähe
zur NS-Ideologie aufweist. Das Verhalten von Rosenkranz rund um den
NS-Skandal seines Ex-Büroleiters hat leider klar gezeigt, dass
Rosenkranz auch als Hausherr des Parlaments als Parteisoldat und
nicht als Staatsmann agiert. Das Maß ist sowohl bei Schimanek als
auch bei Rosenkranz längst voll. Der einzig anständige
staatsmännische Akt, der beiden übrigbleibt, ist eine
Rücktrittserklärung“, so Marchetti weiter, der abschließend festhält:
„Auch FPÖ-Parteichef Herbert Kickl sollte sich gut überlegen, ob es
für einen aktiven FPÖ-Stadtrat wirklich angemessen ist, derartige
Gegenstände an der Hauptwohnsitzadresse zu haben. Jede andere
Parlamentspartei hätte wohl schon längst die einzig richtigen
Konsequenzen gezogen.“