Linz/Wien (OTS) – Es werden WorldSkills der Superlative: Mit einer
halben Million
Quadratmeter Wettbewerbsfläche wird die Berufsweltmeisterschaft, die
von 22. bis 27. September 2026 in Shanghai (China) stattfindet, alle
Rekorde brechen. Mehr als 1.500 Teilnehmende aus aller Welt werden
sich im National Exhibition and Convention Center (NECC) um
Weltmeistertitel matchen. Am Start sind nur die Besten der Besten.

Wer das aus Österreich ist, steht seit heute fest: Im Zuge des
ersten Teamseminars in Linz wurde das Nationalteam der Berufe
offiziell präsentiert. 47 junge Fachkräfte aus allen neun
Bundesländern werden Österreich bei WorldSkills 2026 in Shanghai
vertreten. Österreich tritt in 41 Berufen an, davon 35 Einzel- und
sechs Teamdisziplinen.

Fotos (kostenfrei für redaktionelle Verwendung; ©
SkillsAustria/Wieser)

Das Gruppenfoto von Team Austria für WorldSkills 2026 in Shanghai
finden Sie hier .

Einzel-Porträts aller Teilnehmenden finden Sie hier .

Bundesländer-Teamfotos finden Sie hier (für Bildbeschriftungen
auf das Bild klicken).

Kurz-Interviews (zur redaktionellen Verwendung/mp3, Fotos ©
SkillsAustria/Wieser)

mit Jonas Danninger (amtierender Europameister in Kälte- und
Klimatechnik aus Oberösterreich, hier zum Foto )

mit Sarah Schöftner (Teilnehmerin im Beruf Restaurant-Service,
aus Oberösterreich, Foto )

mit Anna Tritscher (Teilnehmerin im Beruf Retail Sales/Verkauf
aus der Steiermark, Foto )

Teilnehmende aus allen Bundesländern

Die Steiermark stellt mit zwölf Teilnehmenden das größte
Kontingent. Aus Niederösterreich greifen zehn Medaillenhoffnungen um
Edelmetall. Oberösterreich, Vorarlberg und Wien gehen mit jeweils
acht Startern ins Rennen. Aus Kärnten kommen drei Teilnehmende,
Salzburg ist mit zwei Teilnehmenden vertreten, Tirol und Burgenland
mit je einem ( Anm.: es kommt zu Mehrfachzählungen aufgrund von
„Grenzgängen“ zwischen Arbeits- bzw. Wohnort ).

„Im Team Austria stehen junge Fachkräfte aus ganz Österreich –
aus allen Bundesländern. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufen und
Ausbildungswegen, doch sie verbindet eines: die Leidenschaft für das,
was sie tun. Diese Leidenschaft ist es, die sie bis hierher gebracht
hat – und die sie weitertragen wird. Denn Shanghai ist die größte
Bühne, die WorldSkills je hatten. Dort braucht es nicht nur Können,
sondern auch Ausdauer und innere Überzeugung. Genau das bringt jede
und jeder Einzelne in diesem Nationalteam mit“, erklärt SkillsAustria
-Präsident Josef Herk .

Startschuss mit Teamseminar

In Linz stehen neben den organisatorischen Abläufen auch erste
inhaltliche Schwerpunkte auf dem Programm: Erwartungshaltungen,
internationale Wettbewerbsbedingungen und der strukturierte Weg bis
Shanghai. In den kommenden Monaten folgen mehrere Trainings- und
Vorbereitungsmodule, ergänzt durch individuelles Fachtraining in den
jeweiligen Berufen. Oft werden weit über tausend Trainingsstunden
parallel zum beruflichen Alltag investiert.

Gastgeber Leo Jindrak , Vizepräsident der Wirtschaftskammer
Oberösterreich, erklärt: „Es ist kein Zufall, dass wir traditionell
in Oberösterreich in die WorldSkills-Reise starten. Oberösterreich
steht für industrielle Stärke, für Handwerk auf hohem Niveau und für
eine Berufsbildung, die Leistung ernst nimmt. Die österreichischen
Fachkräfte zählen seit Jahren zu den Besten Europas. Sie tragen die
hohe Qualität der heimischen Berufsbildung mit viel Leidenschaft und
Engagement in die Welt hinaus. Ich bin überzeugt, dass dieses
Nationalteam auch auf der größten internationalen Bühne seine
Spitzenklasse unter Beweis stellen wird. Dafür sorgen wir mit unserer
Unterstützung und einer entsprechend akribischen Vorbereitung auf den
Wettbewerb.“

SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen Kraft betont: „Mit dem
ersten Teamseminar beginnt für diese jungen Fachkräfte eine
gemeinsame Reise. Eine Reise, die in den Betrieben und Schulen
begonnen hat, und die sie bis nach Shanghai führen wird. Ab jetzt
geht es darum, sich Schritt für Schritt vorzubereiten, als Team
zusammenzuwachsen und den Fokus zu schärfen. Die größte WorldSkills-
Bühne wartet. Der Weg dorthin hat jetzt begonnen.“

Größtes Team aus der Steiermark

Aus der Steiermark kommen insgesamt zwölf Starterinnen und
Starter, die Österreich bei WorldSkills 2026 in Shanghai vertreten.
Im Teamberuf Autonomous Mobile Robotics treten Konstantin Hauser aus
Seiersberg-Pirka und Marwin Kremser aus Graz an, beide sind bei der
KNAPP AG tätig. Jennifer Lueger aus St. Jakob im Walde geht als
Bäckerin für die Bäckerei Arbesleitner an den Start. In Grafik-Design
vertritt Paul Bürki aus Fürstenfeld die heimische Flagge. Er besucht
die HTBLVA Graz Ortweinschule. Julia Kaufmann aus Hart bei Graz
startet im Beruf Mode-Technologie und besucht die Modeschule Graz.

Im Beruf Retail Sales (Verkauf) tritt Anna Tritscher aus
Schladming – beschäftigt bei Sport Tritscher – an. Im Teamberuf Robot
Systems Integration gehen Kristijan Hrdžić aus Graz (tätig bei Magna
Steyr) sowie Gabriel Aldrian aus Eibiswald (von der KNAPP AG) auf
Medaillenjagd. Paul Zadravec aus Leitring geht im Beruf
Speditionslogistik für Kühne + Nagel GmbH an den Start. Jonas Leitner
aus Hönigsberg, beschäftigt bei der Strabag AG (in Wien), vertritt
die Steiermark im Beruf Stuckateur und Trockenbau. Komplettiert wird
das steirische Aufgebot von den beiden Mechatronikern David Seidl aus
Mariahof und Paul Wohlesser aus Neumarkt – beide arbeiten bei
Flextronics International GmbH in Althofen, Kärnten.

Zehn Niederösterreicher am Start

Aus Niederösterreich kommen zehn Starter:innen, von Handwerks-
bis zu Hightech-Berufen. Bei den Bautischlern vertritt Paul
Meisterhofer aus Lanzenkirchen die niederösterreichischen Farben. Er
ist bei F/List GmbH tätig. Im Betonbau stellt Niederösterreich ein
starkes Duo: Julian Gintner und Michael Pomassl , beide aus Vitis,
treten für die Leyrer + Graf Baugesellschaft an. Technisch-digital
ist Niederösterreich ebenfalls in China präsent: Im Teamberuf
„Digitale Produktionstechnik“ (Industrie 4.0) starten Raphael Beutel
aus Unterrohrbach und Teamkollege Oliver Pape aus Wien – beide von
der ÖBB Infrastruktur AG (in Wien). Christoph Schöndorfer aus Mödling
geht im Beruf Elektronik an den Start, er besucht die HTL Mödling.

Mit Christian Hiesberger aus Kilb will Niederösterreich in der
Kfz-Technik auf die Überholspur, er ist bei Porsche Inter Auto St.
Pölten tätig. Marcel Riener aus Reingers tritt im Beruf Sanitär- und
Heizungstechnik an – er arbeitet im Raiffeisen-Lagerhaus Gmünd-Vitis.
Ebenfalls für Niederösterreich am WM-Start: Konditorin Valentina
Otzelberger aus Leopoldsdorf (Oberlaa Süßwarenproduktion in Wien). In
Niederösterreich bei List General Contractor (Bad Erlach) beschäftigt
ist Möbeltischler Elias STEPHAN aus Bad Sauerbrunn, Burgenland. Der
HTL Mödling-Schüler Jonas Baltuska (aus Wien) kämpft in
Optoelektronik um Gold.

Vorarlberg mit acht Medaillenchancen

Aus Vorarlberg gehen acht Teilnehmende an den Start. Im Bereich
Anlagenelektrik tritt Janick Gehrer aus Hard an. Deniz Mutun aus
Lustenau startet im CNC-Fräsen, Sandro Flatz aus Fußach im
Maschinenbau CAD und Keanu Frick aus Lauterach in der
Maschinenbautechnik. Das Quartett ist bei Julius Blum beschäftigt. In
der Chemielabortechnik vertritt René Bitschnau aus Frastanz als
Absolvent der HTL Dornbirn Österreich. Europameisterin Elena Mathis
aus Hohenems (Hotel GAMS zu zweit) will’s in der Hotel Rezeption
nochmal wissen. Komplettiert wird das Vorarlberger Team von Simon
Österle aus Krumbach von der Ludwig Steurer Maschinen- und
Seilbahnbau GmbH, der im Beruf Schweißen antritt. Um Gold kämpft auch
Luca Ladler : Der Fußacher von „Hagen Hannes Präzision.Farbe“ will
die Erfolgsserie der heimischen Maler fortsetzen.

Acht Fachkräfte aus der Bundeshauptstadt

Wien ist bei WorldSkills 2026 mit acht Starter:innen vertreten
und zeigt sich dabei als Standort für technische Ausbildung,
Digitalisierung und spezialisierte Fachkompetenz. Im Beruf Digital
Construction tritt Abdulkadir Özen aus Wien an, tätig bei ODE
Informationstechnik. Im Teamberuf „Digitale Produktionstechnik“ (
Industrie 4.0) gehen der Wiener Oliver Pape und Raphael Beutel aus
Niederösterreich (beide ÖBB Infrastruktur AG) an den Start. In der IT
-Netzwerk- und Systemadministration geht Tarik Begeta aus Wien (
Ixopay GmbH) an den Start. In der Optoelektronik kämpft Jonas
Baltuska , Schüler der HTL Mödling, um Gold. Im Web Development will
Felix Wollmann , HTL Rennweg, das nächste Edelmetall für die bei
World- und EuroSkills erfolgreiche Wiener Schule einfahren. Die
Konditorin Valentina Otzelberger aus Leopoldsdorf, Niederösterreich,
(beschäftigt bei Oberlaa Süßwarenproduktion im ersten Bezirk) und
Stuckateur bzw. Trockenbauer Jonas Leitner (STRABAG AG) aus der
Steiermark sind ebenfalls in Wien beschäftigt.

Acht Oberösterreicher bereit für China

Oberösterreich stellt acht Starter:innen. Im CNC-Drehen tritt
Fabian Spitzer aus Altheim an, tätig bei Faschang Werkzeugbau GmbH.
Andreas Landl aus Wartberg an der Krems (beschäftigt bei
Schnellnberger GmbH) vertritt Österreich bei den Fliesenlegern. Im
Gartengestaltungs-Team wollen Marcel Ortner aus Lasberg (Hablesreiter
Gartengestaltung GmbH) und Simon Weiß aus Sandl (Lagerhaus Freistadt)
das nächste rot-weiß-rote Erfolgserlebnis einfahren.

Europameister Jonas Danninger aus Herzogsdorf will im Bereich
Kälte- und Klimatechnik noch einmal nach Gold greifen. Er arbeitet
bei Hauser Kältetechnik GmbH. EuroSkills-Starter Hannes Sortsch aus
Oberneukirchen tritt im Beruf Koch für das Restaurant Lukas Kapeller
an. Im Restaurant Service will Sarah Schöftner aus Vorderweißenbach (
Hotel Guglwald) eine Topleistung auf internationalem Niveau
kredenzen. Komplettiert wird das Aufgebot von Hauer-Fachkraft Luca
Reitböck aus Taufkirchen an der Pram, der bei den Zimmerern aufs
Podium klettern will.

Kärntner Trio will aufs Podium

Aus Kärnten kommen drei Starter: Im Hochbau tritt Noah-Samuel
Trettenbrein aus St. Paul von BM-Haus GmbH an. Im Teamberuf
Mechatronik gehen mit David Seidl (aus Mariahof, Steiermark) und Paul
Wohlesser (aus Neumarkt, Steiermark) zwei Fachkräfte von Flextronics
International in Althofen an den WM-Start.

Salzburger Duo kämpft um Gold

Salzburg ist bei WorldSkills 2026 mit zwei Teilnehmenden
vertreten: Im Beruf Floristik tritt „Das Blumenatelier“-Fachkraft
Julia Gschwandtner aus Bergheim an. Bernhard Moser aus Eben im Pongau
geht in der Disziplin Land- und Baumaschinentechnik auf
Medaillenjagd. Er ist tätig bei Liebherr Österreich Vertriebs- und
Service GmbH.

Tiroler Solist will aufgeigen

Für Tirol geht ein Starter ins Rennen: Vincent Track aus
Breitenbach am Inn von der Novartis Pharmaceutical Manufacturing GmbH
tritt im Beruf Verfahrens- und Prozesstechnik an.

Burgenländisches Comeback auf Weltbühne

Das Burgenland ist mit einem Starter vertreten: Elias Stephan aus
Bad Sauerbrunn geht im Beruf Möbeltischler an den Start. Er ist bei
List General Contractor GmbH (in Bad Erlach, Niederösterreich) tätig
und komplettiert das Nationalteam der Berufe.

Ein Platz ist derzeit noch vakant: Im Skill
Schienenfahrzeugtechnik, einer Premiere für Österreich, wird der oder
die Teilnehmende spätestens beim zweiten Teamseminar im Sommer zum
Nationalteam der Berufe stoßen.

Österreichische Bilanz

Österreich wurde weltweit mehrmals beste Nation (Amsterdam 1991,
Lyon 1995, St. Gallen 1997, Montreal 1999) oder erreichte einen Platz
unter den Top drei Nationen (Birmingham 1989, Seoul 2001, St. Gallen
2003). Beste Nation auf EU-Ebene wurde Rot-Weiß-Rot drei Mal (Leipzig
2013, Sao Paulo 2015, Kazan 2019). Seit 1961 waren insgesamt 689
Teilnehmer:innen für Österreich am Start, die in 649 (Team-)Bewerben
237 Medaillen (90 Gold, 69 Silber, 78 Bronze) sowie 251 „Medallions
for Excellence“ erkämpfen konnten. Diese werden für ausgezeichnete
Leistungen nach den Medaillenrängen vergeben. Bei der letzten WM in
Lyon 2024 schaffte Österreich den Sprung auf Rang sechs.

Insgesamt kann sich die Erfolgsbilanz der österreichischen Teams
bei den internationalen Bewerben WorldSkills und EuroSkills sehen
lassen: Seit 1962 konnten 1.028 Teilnehmer:innen in 930 Einzel- und
Teamberufen bei 33 WorldSkills- bzw. neun EuroSkills-Bewerben
insgesamt 396 Einzelmedaillen (159 Gold, 126 Silber, 111 Bronze)
sowie 311 „Medallions for Excellence“ erobern. (PWK032/HSP)

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