Wien. (OTS) – „Jede Maßnahme, die Licht ins Dunkel unerklärbarer
Preissteigerungen
bringt, ist ein Fortschritt im Kampf gegen die hohe Inflation“,
begrüßt ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth die Entscheidung
der Bundesregierung, eine Sonderuntersuchung zur Entwicklung der
Rohöl- und Spritpreise im ersten Quartal des Jahres einzuleiten.

Zwar sind die Ölpreise zuletzt gesunken, bei den Konsument:innen
kommt diese Entlastung der sinkenden Preise jedoch nicht an. Eine
Branchenuntersuchung der Bundeswettbewerbsbehörde aus dem Jahr 2022
zeigte bereits, dass nur rund 50 Prozent der Preissteigerungen an den
Tankstellen durch höhere Rohölpreise erklärbar waren. „Gleichzeitig
sind die Margen der Raffinerien im Untersuchungszeitraum exorbitant,
und zwar um mehr als 300 Prozent, und jene der Tankstellen zeitweise
um 18 Prozent gestiegen“, so Schuberth.

Die aktuell hohen Preise belasten Pendler:innen ebenso wie
Haushalte, die mit Öl heizen. Der ÖGB bekräftigt daher seine
Forderung nach einem dauerhaften und transparenten Preismonitoring.
„Ursachen zu erkennen ist gut – gegen ungerechtfertigte
Preissteigerungen auch wirksam eingreifen zu können, ist noch
besser“, betont Schuberth. Der ÖGB, der erstmals in der
Preiskommission, vertreten ist, werde seine Expertise dabei aktiv
einbringen.