Wien (OTS) – Mit Beginn des Dezember-Turnus 2025 endet ein starkes
Aufnahmejahr
bei der Polizei: Gerade durch Ausmusterungen leer geworden, werden
die Klassenzimmer seit 2. Dezember mit über 300 neu aufgenommenen
Polizeischülerinnen und Polizeischülern erneut befüllt sein. Im
Aufnahmejahr 2025 haben somit über 1.420 Nachwuchskräfte ihre
zweijährige Polizeigrundausbildung begonnen. Für die Polizei bedeutet
das: Die vorgegebenen Personalstände sind gedeckt, wobei besondere
Anstrengungen in Wien weiterhin notwendig sein werden.
„Die Stärkung der Polizei wird auch im kommenden Jahr
fortgesetzt. Aufnahmen werden in jedem Bundesland mit dem klaren Ziel
erfolgen, den aktuellen Personalhöchststand nachhaltig zu sichern“,
hält Innenminister Gerhard Karner zur Bilanz des Aufnahmejahres fest.
Abgänge werden konsequent ersetzt
Durch hohe Pensionsabgänge in den kommenden Jahren musste
österreichweit viel neues Personal rekrutiert werden. Das Resultat:
Während beispielsweise im Jahr 2016 ein Personalengpass bestanden
hat, konnte dies durch die hohen Aufnahmezahlen der vergangenen Jahre
behoben werden, seit damals ein Plus von etwa 4.100 uniformierten
Polizeibediensteten. Österreich hat nun mit über 32.500
Exekutivbediensteten so viele Polizistinnen und Polizisten wie nie
zuvor im Dienst.
In Wien werden besonders viele Pensionsabgänge erwartet, weshalb
der Fokus der Neuaufnahmen auf die Bundeshauptstadt gelegt wurde und
auch im kommenden Jahr liegen wird. Zur Entlastung der Basisstreifen
beim Objektschutz liegt das Augenmerk auf der Stärkung der dafür
geschaffenen Sondereinheit „Objektschutzpolizei“.
Derzeit befinden sich rund 3.450 Polizeischülerinnen und
Polizeischüler in den Bildungszentren der Sicherheitsakademie,
verteilt auf mehrere Bundesländer. Rund 1.900 davon werden im
kommenden Jahr ihre Ausbildung beenden und die Regeldienstkräfte in
den Polizeiinspektionen verstärken. Durch die sukzessive
Nachbesetzung kompensiert das Innenministerium nicht nur
Pensionierungen, sondern baut auch ein nachhaltiges Personalfundament
für die Zukunft auf.
Flexible Kalkulation bei Neuaufnahmen notwendig
Wie viele Planstellen ein Ministerium zur Verfügung hat, wird im
Personalplan des Bundes vorgegeben. Diese Vorgabe gilt auch für das
Innenministerium und die ihm unterstellte Sicherheitsexekutive und
darf nicht überschritten werden.
Das Innenministerium trachtet möglichst nach einer
„Vollbeschäftigung“ im Bereich der Exekutive, also der Besetzung
jeder verfügbaren und der schnellen Nachbesetzung jeder frei
werdenden Planstelle. Durch die Aufnahmeoffensive der vergangenen
Jahre ist dies auch gelungen, lediglich im Bereich der Verwaltung
wird aus budgetären Gründen derzeit nur jede dritte frei werdende
Stelle nachbesetzt.
Wichtig: Die Polizeiausbildung dauert zwei Jahre,
Personalabteilungen müssen immer zumindest zwei, besser vier bzw.
sechs Jahre in die Zukunft planen – keine leichte Aufgabe, vor allem,
da es einen zeitlichen Korridor von mehreren Jahren für das Antreten
des Ruhestandes gibt.
In der Bundespolizeidirektion, wo alle Kalkulationen
zusammenlaufen, wird deshalb alle drei Monate eine Neuevaluierung
dieses antizipierten Personalbedarfs durchgeführt, wodurch sich
laufend Änderungen bei den tatsächlichen Aufnahmen pro Turnus
ergeben.
Ressourcen intelligent nutzen
Wie in allen anderen Organisationen und Unternehmen muss auch das
Innenministerium mit den bestehenden Ressourcen – inklusive Personal
– wirtschaftlich haushalten und sie effizient zum Einsatz bringen.
Auch beim Thema Personal kann es deshalb nicht unentwegt starke
Neuaufnahmeturnusse für alle Bundesländer geben (Stichwort
Personalplan des Bundes).
Da das Innenministerium ein Dienstleister ist, der von Menschen
mit Leben erfüllt wird, muss auch der Einsatz dieser Menschen eine
zentrale Rolle spielen – sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch
im Hinblick auf die Bedürfnisse der Bediensteten. Das Projekt
„Dienstzeitmanagement“ widmet sich intensiv diesem Thema. Zentrale
Punkte sind die flexiblere Personaleinsatzplanung, wenn Belastungen
und Bedarfe erkannt werden, die langjährig von der Personalvertretung
geforderte Reduzierung der Überstunden sowie die individuelle
Planbarkeit des Dienstes, um das Privatleben besser mit dem
herausfordernden Beruf der Polizistin bzw. des Polizisten in Einklang
bringen zu können.