Wien (OTS) – Die Bauwirtschaft ist einer der wichtigsten
Beschäftigungs- und
Wertschöpfungsmotoren in Österreich – insbesondere für Ein-Personen-
Unternehmen sowie kleine und mittlere Betriebe. Die Initiative „Rot-
Weiß-Rot Bauen“ der Gewerkschaft Bau-Holz setzt daher ein wichtiges
und richtiges Signal: Öffentliche Investitionen müssen gezielt jene
stärken, die hier arbeiten, ausbilden und Steuern zahlen.

„Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband ist die rote Fraktion
in der Wirtschaftskammer Österreich und damit die
Interessenvertretung jener Unternehmerinnen und Unternehmer, die
tagtäglich Verantwortung tragen – vom EPU bis zum KMU“, betont SWV-
Präsident Mag. Bernd Hinteregger. „Gerade diese Betriebe sind das
Rückgrat der Bauwirtschaft. Sie brauchen faire Rahmenbedingungen
statt ruinösen Preisdrucks.“

Rot-Weiß-Rot Bauen bedeutet aus Sicht des SWV, dass Qualität,
regionale Wertschöpfung und faire Arbeitsbedingungen wieder Vorrang
vor dem billigsten Angebot haben. Viele kleine Bau- und
Baunebengewerbebetriebe geraten zunehmend unter Druck, wenn
öffentliche Aufträge über internationale Konzerne und lange
Subunternehmerketten vergeben werden.

„Wer öffentliche Mittel einsetzt, trägt Verantwortung gegenüber
der heimischen Wirtschaft“, so Hinteregger. „Es kann nicht sein, dass
österreichische EPUs und KMU mit hohen Standards bei Löhnen,
Ausbildung und Sicherheit das Nachsehen haben, während andere über
Dumpingmodelle Aufträge abräumen.“

Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband fordert daher:
– eine stärkere Berücksichtigung regionaler und sozialer Kriterien im
Vergaberecht,
– verlässliche öffentliche Investitionen in Wohnbau, Sanierung und
Infrastruktur,
– klare Regeln gegen Lohn- und Sozialdumping sowie gegen
missbräuchliche Subunternehmerketten.

„Rot-Weiß-Rot Bauen ist kein Schlagwort, sondern eine
wirtschaftspolitische Notwendigkeit“, hält Hinteregger fest. „Wenn
wir wollen, dass kleine und mittlere Betriebe auch morgen noch
Lehrlinge ausbilden, Arbeitsplätze sichern und Innovation
vorantreiben, dann müssen wir heute die richtigen politischen
Entscheidungen treffen.“

Der SWV begrüßt die Initiative der Gewerkschaft Bau-Holz
ausdrücklich und sieht sie als wichtigen Beitrag zu einer Bau- und
Wirtschaftspolitik, die Leistung, Fairness und regionale Stärke in
den Mittelpunkt stellt.