Wien (OTS) – Die Bilanz 2025 zeigt: 337 Bewilligungen und EUR 539
Mio. ausgelöstes
Investitionsvolumen bedeuten eine neuerliche Steigerung gegenüber
2024 und unterstreichen die Investitionsnachfrage im Tourismus. Mit
der gewerblichen Tourismusförderung des Bundes werden
Investitionsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der
Tourismus- und Freizeitwirtschaft unterstützt. Das Programm zählt
seit vielen Jahrzehnten zu den bedeutendsten Steuerungsinstrumenten
für die Tourismuspolitik des Bundes und wird über die Österreichische
Hotel- und Tourismusbank Ges.m.b.H. (OeHT) abgewickelt. Die OeHT
bietet im Auftrag des Bundes als Förderungsstelle und Bank sowohl
geförderte Kredite, Zuschüsse als auch Haftungen an.
Im Jahr 2025 konnte mit diesen Instrumenten ein
Investitionsvolumen von insgesamt EUR 539 Mio. gehebelt werden. Im
Vergleich zu EUR 499 Mio. im Jahr 2024 nochmals eine spürbare
Steigerung und ein starkes Signal, wie Staatsekretärin Zehetner
unterstreicht: „Der Tourismus ist– auch in schwierigeren Zeiten – als
investitionsbereite Branche ein wahrer Wertschöpfungstreiber in
Österreich. Die OeHT ist mit attraktiven Finanzierungen und
Förderungen besonders wesentlich, um die Wettbewerbsfähigkeit der
Betriebe und des Tourismusstandorts weiterhin nachhaltig auszubauen.“
„Wir sehen, dass es nicht nur die hohe Serviceorientierung ist,
die uns zu einer attraktiven Partnerin für die Betriebe macht,
sondern auch das umfassende Branchen-Know-how. Damit steigt die
Nachfrage nach unseren Services abseits der Finanzierung und
Förderungen. Besonders das Instrument der Unternehmensstabilisierung
ist ein überaus erfolgreiches. Wir begleiten und steuern den
Sanierungsprozess, um Unternehmen zu ermöglichen das Ruder noch
einmal zu drehen. Und das mit Erfolg, denn so sind wir schon im
dritten Jahr in Folge ohne Ausfall unterwegs. Eine win-win-
Situation.“, blickt Andrea Sassen-Abfalter , die in der OeHT-
Geschäftsführung für die Marktfolge verantwortlich zeichnet, auf das
abgelaufene Geschäftsjahr zurück.
Ein weiteres wirkungsvolles Instrument ist der 2023 eingeführte
Nachhaltigkeitsbonus, der die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit
gezielt anspricht und entsprechende Anreize für Investitionen setzt.
Die Bandbreite reicht dabei von Unterkünften für Beschäftige, über
Investitionen bei Betriebsübergaben bis hin zu ökologischen Maßnahmen
wie etwa der Umstellung des Heizsystems. Obwohl im Lichte der
Budgetkonsolidierung eine betragliche Kürzung von ursprünglich 7% der
nachhaltigkeitsrelevanten Teilinvestition auf nunmehr 3,5%
erforderlich war, weist der Nachhaltigkeitsbonus weiterhin hohe
Antragszahlen auf.
„Der Nachhaltigkeitsbonus verfügt nach wie vor über viel
Strahlkraft und ist sehr gefragt bei den heimischen
Tourismusbetrieben. Das ist erfreulich, denn mit diesem Zuschuss
gelingt vielen Unternehmen die grüne Transformation nicht nur
schneller, sondern sie wird auch früher in Angriff genommen.
Besonders der Mehrwert erhobener ESG-Kennzahlen und die Möglichkeit
Handlungsempfehlungen, die direkt auf das Betriebsergebnis einzahlen,
zu analysieren, gewinnt an Bedeutung.“ erläutert OeHT-Geschäftsführer
Matthias Matzer , der den Markt-Bereich verantwortet.
Inhaltlich fokussierten sich die geförderten KMU im Jahr 2025
beim Nachhaltigkeitsbonus auf die Dimension „Mitarbeiter und
Regionen“ – hier wurden insgesamt 22 Fälle verzeichnet. Dahinter
folgen 16 Projekte im Bereich Ökologie und 11 Fälle in der Dimension
„Wirtschaft und Digitalisierung“, die mit Betriebsübergaben eine
aktuelle Herausforderung adressiert. Darüber hinaus gab es insgesamt
22 Projekte, die zwei oder mehrere Dimensionen ansprechen konnten.
Insgesamt ergab sich bei den Volumina ein stark differenziertes Bild.
„Grüne Investitionen sind oft kleinteilig, wie beispielsweise die
Umstellung eines fossilen Heizsystems auf eine Luftwärmepumpe. Das
zeigt sich in unseren Stückzahlen und Volumina. Für die nachhaltige
Entwicklung der Branche sind sie aber sehr effektiv. Dass auch
Investitionen in Personalunterkünfte vom Nachhaltigkeitsbonus
profitieren können, unterstützt den heimischen Tourismus auf mehreren
Ebenen gleichzeitig.“, sind sich Sassen-Abfalter und Matzer einig.
Auch für 2026 sehen OeHT und BMWET anhand der bereits
eingegangenen Förderungsanträge eine positive Investitionsnachfrage,
die die heimische Konjunktur weiterhin antreiben wird.
„Tourismusinvestitionen sind ein regionales Konjunkturprogramm – sie
sichern Aufträge, Arbeitsplätze und Wertschöpfung direkt in den
Regionen. Bereits jetzt sorgt die OeHT dafür, dass die
Tourismusstrategie auch die betriebliche Ebene erreicht – diese
Bedeutung wird vor dem Hintergrund der Vision T noch weiter ausgebaut
werden.“, hält Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner dazu
abschließend fest und betont: „81 Prozent der Investitionen bleiben
im Umkreis von 60 Kilometern in der Region wirksam das ist regionale
Konjunkturpolitik aus der Praxis.“