Wien (OTS) – Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist
eine
Atemwegserkrankung, unter der weltweit etwa 480 Millionen Menschen
leiden, Tendenz steigend. Sie ist die dritthäufigste Todesursache. In
Österreich sind zwischen 400.000 bis zu 800.000 Menschen von COPD
betroffen. 1 von 10 der über-40-jährigen hat eine klinisch-relevante
COPD, die Prävalenz steigt mit dem Alter.

Zwtl.: Hohe Dunkelziffer und fehlendes Bewusstsein

Viele Betroffene wissen nichts von ihrer Erkrankung. Schätzungen
zur Dunkelziffer bewegen sich europaweit um die 80% . Der
Zusammenhang von Rauchen und COPD ist in der Bevölkerung nicht
ausreichend bekannt, obwohl bei 7 von 10 Betroffenen Tabakrauch für
die Entstehung der Erkrankung verantworlich ist. Anfangssymptome
werden oft nicht erkannt oder nicht ernst genommen. Anhaltende
Erkältungssymptome oder der vermeintlich harmlose ‘Raucherhusten’
können auf eine COPD hinweisen und sollten abgeklärt werden.

Eine frühe Diagnose ist wichtig für den Krankheitsverlauf und
eine wirksame Behandlung. Denn trotz Therapie kommt es bei vielen
Patient*innen zu Exazerbationen (plötzlich eintretenden
Verschlechterungen der Erkrankung), die häufig zu
Krankenhausaufenthalten führen und mit einem dauerhaften
Lungenschaden bzw. einer Beschleunigung des Krankheitsverlaufs
verbunden sein können. Eine Studie an mehr als 15.000 im Krankenhaus
aufgenommenen Patient*innen zeigte, dass 35 % innerhalb von 90 Tagen
und 20 % innerhalb von 30 Tagen nach Entlassung wieder stationär
aufgenommen wurden.

Zwtl.: Finanzielle Belastung für die Gesellschaft

Neben der individuellen Belastung der Betroffenen ist COPD auch
mit hohen Kosten verbunden. In der Europäischen Union beispielsweise
werden die direkten Gesamtkosten von Atemwegserkrankungen auf 6 % der
gesamten jährlichen Gesundheitsversorgung geschätzt, wobei COPD 56 %
(38,6 Mrd. EUR) der Gesamtkosten von Atemwegserkrankungen ausmacht.
Dazu kommen indirekte Kosten wie Lohneinbußen der Betroffenen und der
pflegenden Angehörigen, sowie von den Arbeitgebern getragene Kosten
wie Fehlzeiten und krankheitsbedingte Ausfälle, Arbeitsunfähigkeit
und verminderte Arbeitsleistung.

Zwtl.: Frauen oft stärker betroffen

Frauen verlieren mehr gesunde Lebensjahre und verursachen höhere
Gesundheitskosten im Zusammenhang mit COPD.

Frauen sind häufiger von schweren Stadien der COPD betroffen.
Frauen, die rauchen, haben nicht nur eine um 50 % höhere
Wahrscheinlichkeit, COPD zu entwickeln, als Männer, sie weisen auch
einen erheblich stärkeren Rückgang der Lungenfunktion auf. Zudem
haben Frauen ein erhöhtes Risiko für Exazerbationen und ein höheres
Risiko einer Krankenhausaufnahme aufgrund von COPD sowie eine höheres
Risiko, an COPD zu sterben.

Eine rezente Studie fand heraus, dass das Geschlecht die
Wirksamkeit von Bronchodilatoren, inhalierten Kortikosteroiden und
Kombinationstherapien beeinflusst. Frauen haben außerdem eine höhere
Wahrscheinlichkeit, unerwünschte Nebenwirkungen zu erleiden. Sie
haben größere Herausforderungen, Inhaler richtig zu benutzen, was
negative Auswirkungen auf die Behandlungs-Adherenz hat und die
klinischen Ergebnisse beeinflusst.

Zwtl.: Therapievielfalt wichtig

Neben der Reduzierung von Risikofaktoren wie Rauchen und einer
frühzeitigen Diagnose sind maßgeschneiderte Therapien wichtig. Mehr
Daten zu den unterschiedlichen Bedürfnissen von verschiedenen
Bevölkerungsgruppen sowie neue Therapiekonzepte wie Biologika sind
Puzzlesteine, um die Herausforderungen der COPD zu meistern.

GSK ist seit mehr als 50 Jahren in der COPD-Forschung tätig und
hat Pionierarbeit beim Verständnis bestimmter zugrunde liegender
Krankheitstreiber geleistet, die zu gezielteren Ansätzen bei der
Behandlung von COPD geführt haben und über einheitliche Lösungen
hinausgehen. Der Schlüssel liegt darin, die Heterogenität der
Krankheit zu erkennen – zu verstehen, dass COPD keine einzelne
Entität ist, sondern eine Ansammlung individueller Merkmale. Indem
wir dies nutzen, können wir Behandlungen besser auf die spezifischen
Bedürfnisse der Patient*innen anpassen und Innovationen gezielt
vorantreiben.

Über GSK: GSK ist ein globales Biopharma-Unternehmen, das
Wissenschaft, Technologie und Talent vereint, um Krankheiten
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