Wien (OTS) – Das „WELTjournal“ zeigt am Mittwoch, dem 28. Jänner
2026, um 22.30
Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die Dokumentation „Iran – in den Fängen
des Regimes“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.20 Uhr „Wir, die Jugend
des Iran“ und um 0.15 Uhr zeichnet die im Rahmen des Film/Fernseh-
Abkommens vom ORF kofinanzierte deutsch-österreichische Koproduktion
„Teheran Tabu“ drei Frauenschicksale in einer repressiven Kultur als
Animationsfilm nach.

WELTjournal: „Iran – in den Fängen des Regimes“

Die blutige Niederschlagung der Massenproteste im Iran mit Tausenden
Todesopfern ruft bei vielen Exil-Iranerinnen und -Iranern
Erinnerungen an das brutale Vorgehen des Mullah-Regimes nach der
Machtübernahme 1979 wach. Willkürliche Verhaftungen, tödliche Gewalt
gegen Demonstranten, Folter und Misshandlungen sind heute wie damals
an der Tagesordnung. Im „WELTjournal“ trifft die schwedisch-iranische
Filmemacherin Nahid Persson Sarvestani Mitstreiterinnen aus der
Vergangenheit. Wie sie selbst hatten sie für Demokratie und Freiheit
gekämpft, doch nach dem Sieg der Mullahs wurden sie verhaftet und für
Jahre ins Gefängnis gesperrt. Über die schrecklichen Erlebnisse in
Haft können manche auch Jahrzehnte später kaum sprechen. Mittlerweile
leben die Frauen im Exil in Europa und sind entsetzt mitansehen zu
müssen, dass die Schreckensherrschaft in ihrer früheren Heimat die
gleiche ist wie damals. Gestaltung: Nahid Persson Sarvestani

WELTjournal +: „Wir, die Jugend des Iran“

Mit dem gewaltsamen Tod der Studentin Jina Mahsa Amini in
Polizeigewahrsam begann vor drei Jahren die bis dahin größte
Protestwelle im Iran. Landesweit gingen junge Menschen auf die
Straße, widersetzten sich der Autorität des Mullah-Regimes und
forderten ihre Freiheit ein. Die Proteste wurden blutig
niedergeschlagen, doch die Wandlung der iranischen Jugend scheint
unumkehrbar. „WELTjournal +“ zeigt anhand der Geschichten von sechs
jungen Frauen einen außergewöhnlichen Einblick in die junge,
gebildete Gesellschaftsschicht des Iran. 60 Prozent der Bevölkerung
sind unter 35 Jahre alt. Ihr Leben ist geprägt von staatlicher
Repression und Willkür, von Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit,
doch viele sind politisiert und vernetzt. „Es ist das Land, das sich
verändern muss, nicht ich“, sagt eine junge Studentin – und spricht
damit vielen Menschen im Iran aus dem Herzen. Gestaltung: Solène
Chalvon-Fioriti

„Teheran Tabu“ – Animationsfilm von Ali Soozandeh

Wie leben die Menschen im Iran der Mullahs? Dieser scheinbar so
einfachen wie selten gestellten Frage geht Regisseur Ali Soozandeh in
seinem Debüt „Teheran Tabu“ nach, das 2017 in Cannes Weltpremiere
feierte. Im Zentrum stehen der junge Musiker Babak und die drei
Frauen Pari, Sara und Donya, deren Wege sich in der iranischen
Hauptstadt Teheran kreuzen. In der widersprüchlichen, von Patriarchat
und Doppelmoral geprägten Gesellschaft prallen tabuisierte Themen wie
Sex, Korruption, Prostitution und Drogenmissbrauch auf strenge
religiöse Gesetze und Werte.