Wien (OTS) – „Für die Erhöhung der Ortstaxe sehe ich keinen Grund“,
sagt Walter
Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Die Ortstaxe ist über das
Wiener Tourismusförderungsgesetz geregelt und dient zur Finanzierung
des Wiener Tourismusverbandes, kurz „Wien Tourismus“. Ruck: „Wien
Tourismus verfügt für 2025 über ein Budget von 33,4 Millionen Euro.
Die Einnahmen der Stadt Wien aus der Ortstaxe lagen letztes Jahr bei
42 Millionen Euro. Für den Tourismus werden die geplanten
Mehreinnahmen also offenbar nicht verwendet.“
Anders als in anderen Metropolen und auch in Tourismusgemeinden
Österreichs, wird die Ortstaxe in Wien nicht in absoluten Werten,
sondern in Prozent der Übernachtungskosten berechnet. Aktuell beträgt
sie 3,2 Prozent und soll per 1. Dezember auf 8,5 Prozent steigen.
„Durch die prozentuelle Berechnung der Ortstaxe wird die
Inflationsentwicklung eingepreist. Steigen die Zimmerpreise, steigen
auch die Einnahmen aus der Ortstaxe. Die Inflationsanpassung erfolgt
also automatisch und permanent und ist nicht extra notwendig“, sagt
Ruck.
Ruck abschließend: „Die Funktion einer Gebühr ist es, die
anfallenden Kosten zu decken, und nicht die Budgetlücken.“