Wien (OTS) – „Forschung, Technologie und Innovation sind essenziell
für die
wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes. Wer den Standort stärken
will, muss heute in die Grundlagen von morgen investieren, um
Wachstum und Arbeitsplätze von morgen nicht zu gefährden“, betont
Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (
WKÖ). Der FTI-Pakt muss daher rasch beschlossen werden und sich klar
auf die inhaltlichen Schwerpunkte konzentrieren, die Österreichs
Wirtschafts- und Produktivitätswachstum stärken. Das zur Verfügung
stehende Budget für den FTI-Pakt 2027–2029 wurde grundsätzlich
bereits im Bundesfinanzrahmengesetz 2026–2029 festgeschrieben. Daher
ist die derzeitige Verzögerung nicht nachvollziehbar. „Eine weitere
Verzögerung ist nicht hinnehmbar und gefährdet darüber hinaus das im
Regierungsprogramm 2025–2029 verankerte Ziel, die Forschungsquote bis
2030 auf über 4 % des BIP zu erhöhen“, so Danninger weiter.
Insbesondere die Mittel für angewandte und unternehmensnahe
Forschung müssen gesichert bleiben. Gerade in wirtschaftlich
herausfordernden Zeiten sind gezielte Innovationsimpulse notwendig,
um den Standort zu stärken, Beschäftigung zu sichern und
technologische Lösungen für aktuelle und künftige Herausforderungen
zu ermöglichen. Hier wurde mit der Industriestrategie 2035 und der
darin enthaltenen Schlüsseltechnologie Offensive, für die rund 2,6
Mrd. Euro aus dem FTI-Pakt 2027–2029 zur Verfügung stehen, ein erster
wichtiger Schritt gesetzt. Vor diesem Hintergrund betont die
Wirtschaftskammer Österreich, dass neben der gezielten Stärkung
zentraler technologischer Stärkefelder auch für themenoffene
Programme ausreichend Mittel zur Verfügung stehen müssen. Denn es
bleibt auch weiterhin entscheidend, dass Unternehmen flexibel auf
neue Entwicklungen reagieren können. „Gerade themenoffene Programme
wie die FFG-Basisprogramme sichern, dass Innovation dort entsteht, wo
sie wirtschaftlich am meisten wirkt“, betont WKÖ-Generalsekretär
Jochen Danninger. Ein Fördereuro löst hier im Schnitt 2,6 Euro an
zusätzlichen F&E-Investitionen der Unternehmen aus und führt im
Mittel zu 8,6 Euro an Umsatz. Gleichzeitig führen rund 75 % der
Innovationsprojekte zu Beschäftigungseffekten. Über 80 % der
geförderten Unternehmen verbessern so ihre internationale
Wettbewerbsfähigkeit. Das sei besonders wichtig, „in geopolitisch so
volatilen Zeiten, in denen sich die globalen Rahmenbedingungen rasch
verändern können“, so Danninger.
„Ein starker FTI-Pakt ist kein Luxus, sondern eine
wirtschaftspolitische Notwendigkeit. Das Finanzministerium muss jetzt
Worten Taten folgen lassen und den Weg für ein zukunftsorientiertes
Innovationsbudget freimachen. Jede Verzögerung schadet dem
Wirtschaftsstandort und gefährdet zukünftiges Wachstum und Jobs.
Österreichs Betriebe brauchen jetzt ein klares Signal: Forschung
bleibt auch in herausfordernden Zeiten eine Priorität“, so Danninger
abschließend. (PWK036/NIS)