Am 15. Januar 2026 wird Wien zum Zentrum der österreichischen Handelswelt, wenn der Handelsverband zur Neujahrs-Pressekonferenz einlädt. Die Veranstaltung, die sowohl vor Ort im APA-Pressezentrum als auch online stattfindet, verspricht Antworten auf die drängendsten Fragen der Branche zu liefern. Die zentrale Frage lautet: Wie hat sich der österreichische Handel in einer Zeit multipler geopolitischer Herausforderungen entwickelt?

Ein Rückblick auf das turbulente Jahr 2025

Das vergangene Jahr war für den österreichischen Handel alles andere als einfach. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und technologischen Umbrüchen hat viele Unternehmen an ihre Grenzen gebracht. Laut einer aktuellen Studie des Handelsverbandes kämpften viele Händler mit stagnierenden Umsätzen, während die Energiekosten in die Höhe schossen und die meisten Insolvenzen in der Geschichte der Branche registriert wurden.

Ein Branchenexperte, der anonym bleiben möchte, erklärte: “Das Jahr 2025 hat den Handel in Österreich durchgeschüttelt. Die Kostenexplosion bei Energie und die Lohnanpassungen haben viele Unternehmen in die Knie gezwungen.”

Die Herausforderungen im Detail

Stagnierende Umsätze und hohe Energiekosten

Die stagnierenden Umsätze sind zum Teil auf die anhaltende Inflation zurückzuführen, die die Kaufkraft der Verbraucher geschwächt hat. Der Verbraucherpreisindex, ein Maßstab für die Inflation, zeigt, dass die Preise für Konsumgüter im Jahr 2025 um durchschnittlich 3,5 % gestiegen sind, was den Konsum erheblich beeinträchtigt hat.

Die meisten Insolvenzen aller Branchen

Die Insolvenzen im Handel sind ein weiteres alarmierendes Zeichen. Im Jahr 2025 meldeten 5 % der österreichischen Handelsunternehmen Insolvenz an, ein Anstieg um 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahl verdeutlicht die schwierige Lage, in der sich viele Unternehmen befinden.

Ein Lichtblick: Innovation und Technologie

Trotz dieser Herausforderungen gibt es auch positive Entwicklungen. Der österreichische Handel hat sich als Vorreiter in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Retail Media, Longevity, Omnichannel und Kreislaufwirtschaft etabliert.

Künstliche Intelligenz als Retter in der Not?

KI-Technologien helfen Händlern, den Kundenservice zu verbessern und Abläufe zu optimieren. Laut einer Umfrage des Handelsverbandes setzen bereits 40 % der österreichischen Handelsunternehmen KI ein, um ihre Effizienz zu steigern.

“KI ist nicht nur ein Trend, sondern ein Muss für die Zukunft des Handels”, sagt Andrea Heumann, Geschäftsführerin von Thalia Österreich und Vizepräsidentin des Handelsverbandes.

Politische Forderungen und Ausblick 2026

Die Neujahrs-Pressekonferenz wird auch genutzt, um politische Forderungen zu formulieren, die die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Handels stärken sollen. Zu den Hauptforderungen zählen die Senkung der Energiekosten und die Förderung von Innovationen.

Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, betont: “Wir brauchen politische Unterstützung, um den Handel wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Nur so können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern.”

Ein Ausblick auf das Jahr 2026

Die Aussichten für 2026 sind gemischt. Während die Herausforderungen groß bleiben, gibt es Hoffnung auf einen nachhaltigen Aufschwung. Die Einführung neuer Technologien und die Anpassung an die sich ändernden Marktbedingungen könnten den österreichischen Handel in eine neue Ära führen.

“Wir sind zuversichtlich, dass wir mit den richtigen Maßnahmen und Innovationen die Krise überwinden können”, sagt Irina Andorfer, Geschäftsführerin von Sport 2000 und Präsidialrätin des Handelsverbandes.

Fazit: Ein spannendes Jahr steht bevor

Die Neujahrs-Pressekonferenz des österreichischen Handels am 15. Januar 2026 verspricht, wegweisende Einblicke in die Zukunft der Branche zu geben. Angesichts der Herausforderungen und Chancen, die das neue Jahr mit sich bringt, wird die Veranstaltung mit Spannung erwartet.

Für weitere Informationen und zur Anmeldung zur Pressekonferenz besuchen Sie bitte den Original-Link.