Österreich steht an der Schwelle zu einer neuen Ära des ‘Makings’. Doch was bedeutet dieses ‘Making’ eigentlich? Am 29. Januar 2026 hat das AIT Austrian Institute of Technology GmbH eine bahnbrechende Pressemitteilung veröffentlicht, die die Welt des kreativen Selber-Machens revolutionieren könnte. Im Herzen der Debatte steht die Frage: Wer kann ein ‘Maker’ sein? Die Antwort: Jeder und jede!

Was ist ‘Making’?

‘Making’ ist mehr als nur ein Trend; es ist eine Bewegung, die das kreative Selber-Machen mit neuen Technologien fördert. Von Elektronik über 3D-Druck bis hin zu Robotik – ‘Making’ bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Das Besondere daran ist, dass es Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe ermutigt, sich mit Technologie auseinanderzusetzen, ihre Kreativität auszuleben und neue Problemlösungsfähigkeiten zu entwickeln.

Die Bedeutung von Makerspaces

Makerspaces sind Orte, an denen sich ‘Maker’ treffen, um gemeinsam zu basteln, zu lernen und zu innovieren. Diese Räume sind mit Werkzeugen und Technologien ausgestattet, die es den Nutzern ermöglichen, ihre Ideen in die Realität umzusetzen. Doch trotz ihrer Offenheit sind viele Makerspaces nach wie vor von männlichen Besuchern dominiert. Hier setzt die AIT-Forschung an, um diese Stereotypen zu durchbrechen und den Zugang für alle zu schaffen.

Die Rolle der AIT-Forschung

Forscherinnen des AIT Center for Technology Experience haben in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg, dem Happylab und Mz* Baltazar’s Laboratory das FFG-Projekt All*Makers ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Barrieren zu identifizieren, die Menschen davon abhalten, sich als ‘Maker’ zu sehen. Dabei wurde festgestellt, dass nicht nur Frauen, sondern auch Personen mit Migrationshintergrund oder bildungsbenachteiligten Lebenshintergrund beim ‘Making’ unterrepräsentiert sind.

Ein innovativer Ansatz

Katrin Kober von der Universität Salzburg erklärt: ‘Wir ändern die Perspektive und untersuchen die Frage des Zugangs zu Technologien ausgehend von den Dingen selbst.’ Diese innovative Herangehensweise soll helfen, neue Zielgruppen zu erreichen und das Selbstbild der Nutzer zu verändern. Ein Quiz, das im Rahmen des Projekts entwickelt wurde, ermöglicht eine spielerische Reflexion mit dem Selbstbild als Maker.

Das Projekt Pop*Up: Ein Blick in die Zukunft

Im November 2025 wurde das FFG-Forschungsprojekt Pop*Up gestartet, das sich die Förderung von MINT-Kompetenzen bei Kindern zum Ziel gesetzt hat. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – Bereiche, die in der heutigen Wissensgesellschaft von zentraler Bedeutung sind. Der mobile Pop*Up Makerspace soll flexibel und ortsungebunden eingesetzt werden, um auch in strukturschwachen Regionen Bildungschancen zu bieten.

Mobile Makerspaces: Die Idee

Laut Georg Regal vom AIT Austrian Institute of Technology soll der mobile Makerspace einen Lernraum schaffen, der jenseits klassischer Bildungseinrichtungen funktioniert. So sollen Jugendliche dort erreicht werden, wo sie sich aufhalten – in Schulen und Jugendzentren. Diese mobile Lösung könnte insbesondere in Regionen mit geringer MINT-Infrastruktur einen großen Unterschied machen.

Die Auswirkungen auf die Gesellschaft

Die Bemühungen, ‘Making’ für alle zugänglich zu machen, könnten weitreichende Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Durch die Förderung von Kreativität und technologischen Fähigkeiten könnten neue Generationen von Innovatoren heranwachsen. Dies könnte nicht nur die Wirtschaft ankurbeln, sondern auch die soziale Mobilität fördern, indem Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen Zugang zu neuen Bildungschancen erhalten.

Expertenmeinungen

  • Dr. Anna Meier, Bildungsexpertin: ‘Das Projekt Pop*Up könnte ein Gamechanger für die MINT-Bildung in Österreich sein.’
  • Prof. Markus Weber, Soziologe: ‘Die Diversifizierung der Makerspaces ist ein wichtiger Schritt in Richtung sozialer Gerechtigkeit.’

Historische Perspektive

Die Idee des ‘Makings’ ist nicht neu. Bereits in den 1970er Jahren begannen Menschen, sich in sogenannten ‘Hackerspaces’ zu treffen. Diese frühen Formen der Makerspaces waren oft informelle Treffpunkte, an denen Technikbegeisterte ihre Ideen austauschten und gemeinsam an Projekten arbeiteten. Seitdem hat sich die Bewegung stark professionalisiert und ist zu einem globalen Phänomen geworden.

Vergleich mit anderen Ländern

In den USA hat die Maker-Bewegung bereits eine starke Präsenz, unterstützt durch große Veranstaltungen wie die Maker Faire Bay Area. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Makerspaces, die sich aktiv für die Förderung von Frauen und Minderheiten einsetzen. Österreich hat nun die Chance, durch innovative Projekte wie Pop*Up eine Vorreiterrolle in Europa einzunehmen.

Fazit: Eine spannende Zukunft

Die Forschung des AIT und die Initiativen wie Pop*Up zeigen, dass ‘Making’ mehr als ein Hobby ist. Es ist eine Möglichkeit, Bildung und Technologie für alle zugänglich zu machen und die Gesellschaft positiv zu verändern. Wenn die Barrieren überwunden werden, könnte ‘Making’ in Österreich eine neue Ära der Innovation und Inklusion einleiten.

Für weitere Informationen, besuchen Sie die offizielle Pressemitteilung.