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Lesbarkeit im Firmenprofil: Warum kleine Schrift Anfragen kostet

20. Juli 2026
AdSimple GmbH

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Lesbarkeit im Firmenprofil: Warum kleine Schrift Anfragen kostet

Quelle: Pixabay

Viele Betriebe stecken viel Arbeit in Fotos, Texte und Leistungsbeschreibungen für ihr Firmenprofil, aber ein Detail wird dabei oft übersehen: ob die Inhalte für Besucher überhaupt gut lesbar sind. Wer am Smartphone hellgraue Schrift entziffern muss oder eine Preisliste in winziger Schriftgröße vor sich hat, springt schneller ab, als es die schönste Formulierung wieder gutmachen kann. Lesbarkeit ist damit kein rein gestalterisches Thema, sondern ein handfester Faktor dafür, ob aus einem Besuch eine Anfrage wird, und nebenbei eine Frage der Wertschätzung gegenüber der eigenen Kundschaft.

Ein Blick auf die tatsächliche Zielgruppe hilft weiter, denn Kundinnen und Kunden österreichischer KMU sitzen selten mit perfekter Sehschärfe vor einem großen Bildschirm. Ein erheblicher Teil der Bevölkerung hat mit fortschreitendem Alter zunehmend Mühe, nahes und fernes Sehen gleichzeitig scharfzustellen, ein Vorgang, der medizinisch als Alterssichtigkeit oder Presbyopie bezeichnet wird. Wer sich näher informieren möchte, findet beim österreichischen Gesundheitsportal eine gut verständliche Erklärung zur Alterssichtigkeit. Für Betriebe heißt das ganz praktisch: Ein spürbarer Teil der Website-Besucher liest Inhalte langsamer oder mit größerem Abstand zum Bildschirm, besonders wenn Kontraste schwach oder Schriften klein gewählt sind.

An dieser Stelle lohnt ein kurzer Blick in eine ganz andere Branche. Optikerinnen und Optiker beschäftigen sich täglich mit der Frage, wie unterschiedliche Sehbedürfnisse im Alltag ausgeglichen werden können. Wer beruflich viel liest, am Bildschirm arbeitet und gleichzeitig in die Ferne blicken muss, greift dabei häufig zu einer Gleitsichtbrille im Alltag, die genau diesen Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht erleichtert. Diese Lösung zeigt im Kleinen, was auch für Firmenprofile gilt: Werden unterschiedliche Sehbedürfnisse mitgedacht, wird die Nutzung für alle einfacher, ganz gleich ob am Auge oder auf dem Bildschirm.

Quelle: Pixabay

Für die eigene Website braucht es dafür keine aufwendige Umstellung. Ein guter Ausgangspunkt sind ausreichend große Schriftgrößen im Fließtext, ein klarer Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund sowie Zeilenabstände, die auch am Smartphone angenehm bleiben. International orientieren sich viele Fachleute an den Richtlinien zur Barrierefreiheit von Webinhalten, die konkrete Empfehlungen zu Kontrastwerten, Schriftgrößen und Bedienbarkeit liefern. Diese Standards müssen nicht vollständig umgesetzt werden, um schon einen spürbaren Unterschied zu machen. Ein dunklerer Grauton statt hellgrauer Schrift oder etwas mehr Zeilenabstand verbessert die Lesbarkeit merklich.

Ein einfacher Selbsttest hilft, bevor man an teure Werkzeuge denkt. Die eigene Website am Handy in normaler Lesehaltung öffnen, ohne die Brille zurechtzurücken oder näher heranzugehen. Wer dabei selbst zweimal hinschauen muss, sollte davon ausgehen, dass ein Teil der Kundschaft ebenfalls Schwierigkeiten hat. Auch die Einschätzung einer Angehörigen oder eines Bekannten über vierzig liefert oft ehrlichere Rückmeldungen als die eigene, an den Text gewöhnte Wahrnehmung.

Lesbarkeit sollte zudem nicht isoliert betrachtet werden. Sie hängt eng mit anderen Bausteinen eines guten Firmenprofils zusammen. Sind Leistungen, Kontaktwege und Öffnungszeiten inhaltlich korrekt gepflegt, aber schlecht lesbar präsentiert, geht ein Teil der eigentlichen Arbeit verloren. Wie Profilfelder im Firmenprofil sinnvoll strukturiert werden, damit Angaben nicht nur vorhanden, sondern auch auffindbar sind, wurde bereits an anderer Stelle ausführlich behandelt.

Am Ende zahlt sich der Blick auf Lesbarkeit doppelt aus. Besucher, die Inhalte mühelos erfassen, bleiben länger auf der Seite, verstehen Angebote schneller und melden sich mit klareren Anliegen. Für Betriebe, die ohnehin regelmäßig ihr Profil pflegen, gehört die Prüfung von Schriftgröße und Kontrast zu jenen Anpassungen, die kaum Aufwand kosten, aber im Alltag der Kundinnen und Kunden spürbar ankommen. Manchmal entscheidet genau dieser unscheinbare Unterschied darüber, ob eine gute Leistung auch wahrgenommen wird.

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